Otfried Weise: EIN GESCHENK DES HIMMELS ~ Kongseb



Ich bin nicht hier, um jemand zu werden.
In mir ist bereits alles angelegt,
was ich für meinen Weg brauche.

Es bedarf keiner Prüfung,
keines Beweises, keines Zertifikats,
keine Ausbildung, um das Leben zu meistern,
denn DAS WESENTLICHE kann nicht erlernt werden.

Es will erinnert, gespürt und gelebt werden.

Mein Herz führt mich wie ein Kompass,
meine innere Stimme kennt den Weg,
den mein Verstand niemals wissen kann.

Sie spricht zu mir,
wenn ich so still werde,
dass ich sie hören kann.

Alles, was ich bin,
was mir gegeben wurde,
was in meinem Leben sich entfaltet,
ist „ein Geschenk des Himmels“.

Und so öffne ich meine Hände
und empfange,
das Licht wie den Schatten,
die Freude wie die Herausforderung,
das Ankommen wie das Loslassen,
den stillen Morgen wie den Sturm, der mich durchschüttelt.

Es ist nicht förderlich, mich gegen das Leben zu wenden,
ich darf mich vom Strom des Lebens führen lassen.
Was zu mir kommt,
darf ich anschauen.
Was vor mir liegt,
darf ich empfangen.
Was sich wandelt,
darf sich verändern.
Ich muss nichts bewerten,
wenn das Leben anders spricht, als ich erwartet habe.

Ich darf innehalten und fragen:
Was will mir dieses Geschenk zeigen?
Was möchte durch mich hindurch geschehen?
Auch das, was ich zunächst nicht verstehe,
ist ein Teil meines Weges.

Ich DANKE für das, was erblüht,
und für das, was mich wachsen lässt.
Ich DANKE für die offenen Türen
und für jene, die sich schließen.
Denn vielleicht führt mich gerade die verschlossene Tür
dorthin, wohin mich mein Lebensweg hinführt, Schritt für Schritt.

Meine INTUITION ist mein inneres Licht.
Ich lasse mich vertrauensvoll von ihr führen.
Wie ein Fluss,
ist auch mein Leben ständig in Bewegung.
Ich lasse den Himmel in mir entscheiden,
wann etwas reif ist,
wann ein Mensch mir begegnet,
wann ein Weg endet,
wann etwas Neues geboren werden will.
Und so stehe ich mitten in meinem Leben,
mit offenen Händen,
offenem Herzen
und offenen Augen.
Ich empfange,
ich vertraue,
ich lasse mich führen,
DANKE

Quelle: Otfried Weise

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