Um unsere Reihe über das Bändigen der Ängste des Egos fortzusetzen, ist das heutige Thema das Verlassenwerden.
Das Ego hat eine tiefe Angst vor dem Verlassenwerden. Deshalb kann es Menschen dazu treiben, ununterbrochen zu sondieren, an welchem Punkt sie verlassen werden könnten und ob die Menschen in ihrer Umgebung sie möglicherweise im Stich lassen werden oder nicht. Es strebt nach Beruhigung, Bestätigung und einer sicheren Bindung, um seine Wachsamkeit aufgeben und sich in einen angenehmeren Seinszustand begeben zu können.
Doch das Ego praktiziert selbst Trennung mit seiner "Wir gegen die anderen"-Mentalität. Es kann – als eine Ergänzung zu der allgemeinen Angst vor dem Verlassenwerden – andere schnell und reflexartig abweisen und ablehnen, indem es sie plötzlich und ohne Vorwarnung oder Einsicht stehen lässt. Es versucht, die Kontrolle zu übernehmen, indem es den anderen zuerst im Stich lässt, um die Angst davor zu kaschieren, verlassen zu werden.
Und so fragen wir euch heute: Wie könnt ihr einen sicheren Raum für den Teil von euch schaffen, der Angst vor dem Verlassenwerden hat? Wie könnt ihr ihn beruhigen und ihm geloben, immer für ihn da zu sein? Wenn er beginnt, auf eure Beständigkeit zu vertrauen, verspürt er nicht mehr das Bedürfnis, andere zu verlassen, und das wird eurem Nervensystem ermöglichen, zur Ruhe zu kommen.
Wie oft habt ihr schon versucht, euer Ego-Selbst zu verlassen oder stehen zu lassen? Ist es an der Zeit, es vollständig als einen wesentlichen Teil von euch als ein Mensch in einem Körper anzunehmen? Könnt ihr aufhören, zu versuchen, es zu verlassen oder zurückzulassen, und es stattdessen mit Weisheit und Zuversicht anleiten und führen? Dieser kraftvolle Wechsel wird es euch ermöglichen, sowohl Einheit in euch selbst zu erfahren als auch ein Anker der Einheit für den Planeten zu sein.

Kommentare
Kommentar veröffentlichen