Adrianna Garay:✨Das Höhere Selbst✨ ~ Kongseb


Nach Berichten verschiedener Forscher ist das Höhere Selbst der Teil unseres Wesens, der den spirituellen Bereich nie ganz verlässt. Man kann es als die höchste Bewusstseinsebene, den Kern der Seele, die Quelle unserer Identität und den Speicher all des Wissens beschreiben, das wir jemals angesammelt haben. Wenn sich eine Seele für eine Inkarnation entscheidet, steigt sie nicht vollständig in die physische Welt hinab. Basierend auf vielen Sitzungen lässt sich vermuten, dass nur ein Teil der Seelenenergie in den Körper eintritt, oft etwa zwischen einem Viertel und drei Vierteln, während der verbleibende Teil, manchmal sogar mehr als die Hälfte, „dort“ in seiner natürlichen Umgebung verbleibt, umgeben von Licht und in ständiger Verbindung mit den Führern und ihrer Seelengruppe. Dieses Verhältnis ist nicht zufällig: Jüngere Seelen senden oft einen kleineren Teil von sich, um die Intensität der Erfahrung zu begrenzen, während fortgeschrittenere Seelen sich dafür entscheiden können, mit einem größeren Teil ihrer Energie einzutreten, da sie eine bessere Kontrolle über sich selbst und ihre Inkarnation haben. Der Teil, der zurückbleibt, ist der Kern des höheren Selbst, der niemals vergisst, wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen.

Das höhere Selbst wird als die tiefste Schicht des menschlichen Geistes beschrieben, als ein inneres Zentrum, umgeben vom Unterbewusstsein, wo Erinnerungen an dieses und vergangene Leben gespeichert sind, und vom Bewusstsein, das für Analyse, Handeln und Sinneseindrücke zuständig ist. Was das höhere Selbst auszeichnet, ist, dass es nicht durch Zeit oder Raum begrenzt ist. Aus seiner Perspektive existieren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig. Es nimmt das Leben als eine vollständige Landkarte mit vielen möglichen Wegen und Wendepunkten wahr. Von dieser Ebene aus kann es die Folgen unserer Entscheidungen erahnen und subtile Impulse senden, die uns auf den Weg führen, der mit dem vor der Geburt festgelegten Plan übereinstimmt.

Es wird auch als ein ewiger Teil der Seele angesehen, der das menschliche Leben aktiv beeinflussen kann. In tiefen Bewusstseinszuständen wechseln Menschen oft von ihrer Alltags-Persönlichkeit in diese höhere Bewusstseinsebene, die mit einer ruhigen und selbstbewussten Klarheit kommuniziert und über das Leben im Sinne eines größeren Plans spricht. Aus dieser Perspektive kann es erklären, warum jemand Krankheit, schwierige Beziehungen oder plötzliche Lebensveränderungen erlebt, und aufzeigen, wie diese Situationen dem Wachstum und dem Lernen dienen. Man glaubt auch, dass das höhere Selbst direkte Veränderungen in Körper und Geist bewirken kann, wenn es mit dem Lebenszweck der Seele im Einklang steht, indem es energetische Blockaden löst, Heilung beschleunigt und manchmal sogar körperliche oder emotionale Probleme löst.

Das höhere Selbst ist nichts, was sich nur in besonderen Zuständen aktiviert; es ist in jedem Moment unseres Lebens präsent und beobachtet und verarbeitet ständig unsere Erfahrungen. Im Alltag erreichen uns seine Signale als Intuition, plötzliche Einsichten, scheinbar „zufällige“ Begegnungen oder Inspiration ohne klare logische Quelle. Das Bewusstsein filtert diese Signale jedoch oft durch Überzeugungen, Ängste, Stress und gewohnte Denkmuster, weshalb wir sie vielleicht nicht erkennen oder verstehen. Während der Meditation, beim Gebet oder in tiefer Kontemplation schwächt sich dieser Filter ab, wodurch die Verbindung zu diesem höheren Teil von uns deutlicher spürbar wird. Diese Verbindung bringt oft ein Gefühl des inneren Friedens mit sich, denn das höhere Selbst erlebt Chaos oder Schmerz nicht auf dieselbe Weise wie der Alltagsverstand.

Im Laufe des Lebens fungiert das höhere Selbst als Hüter des Plans unserer Seele. Es beobachtet, wie wir die Lektionen durchlaufen, die wir uns selbst gestellt haben, und hilft dabei sicherzustellen, dass wir nicht zu weit von unserem beabsichtigten Weg abkommen. Es erzwingt keine Ereignisse, sondern verstärkt stattdessen bestimmte Signale, um unsere Aufmerksamkeit zu wecken. Wenn diese Signale ignoriert werden, können intensivere Erfahrungen auftreten – nicht als Strafe, sondern als Mittel, um sicherzustellen, dass der Sinn des Lebensweges nicht verloren geht. Geistführer spielen in diesem Prozess eine bedeutende Rolle, da sie uns nahe bleiben und uns auf dem Weg unterstützen.

Das höhere Selbst ist auch eine Brücke zu unserer Seelengruppe und unseren spirituellen Führern. Aus menschlicher Perspektive fühlen wir uns vielleicht getrennt, aber in Wirklichkeit findet ein ständiger Austausch subtiler Kommunikation mit dieser „anderen Seite“ statt. Dies kann sich durch lebhafte, symbolische Träume, plötzliche Erkenntnisse, die Klarheit bringen, oder ein tiefes inneres Wissen zeigen, dass eine Entscheidung einfach richtig ist, auch ohne logische Erklärung.

Nach dem physischen Tod, wenn wir vollständig in den spirituellen Bereich zurückkehren, vereinen wir uns sofort wieder mit dem Teil von uns, der dort während des gesamten Lebens verblieben ist. Diese Wiedervereinigung fühlt sich an, als käme man nach einer langen Reise zu sich selbst zurück. In diesem Moment wird klar, dass wir nie wirklich getrennt waren – das höhere Selbst hat uns still durch jede Erfahrung geführt.

Das höhere Selbst kann als der Faden gesehen werden, der uns mit unserer spirituellen Heimat verbindet. Es sorgt für Kontinuität zwischen den Leben und dient als Quelle innerer Weisheit, Erinnerung und heilender Energie. Aus seiner Perspektive ist das Leben keine zufällige Abfolge von Ereignissen, sondern eine sorgfältig arrangierte Reihe von Erfahrungen, die dazu bestimmt sind, bestimmte Lektionen zu lernen. Selbst wenn sich der Alltagsverstand in Details verliert, sieht dieser höhere Teil von uns immer das Gesamtbild und wartet geduldig darauf, dass wir uns wieder auf seine Stimme einstimmen.

Quelle: Adrianna Garay

[übersetzt von max: Herzlichen Dank Adrianna💖Wir freuen uns über eure Unterstützung, Von Herzen Danken wir Euch💖]

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