James William Kaler über den Buddhismus ~ Kongseb


Der Buddhismus verlangt nicht, dass du dich vor einer Persönlichkeit, einer Statue oder einer fernen, in der Geschichte erstarrten Figur verneigst.

Er verlangt etwas viel Anspruchsvolleres – und viel Befreienderes.

Er lädt dich dazu ein, aufzuwachen.

„Buddha” bedeutet nicht „der Auserwählte”, „eine göttliche Ausnahme” oder „ein Mensch, der über der Menschheit steht”. Es bedeutet einfach „der Erwachte” – jemand, der direkt in den menschlichen Geist geblickt hat, gesehen hat, wie Leiden entsteht, und gelernt hat, wie man daraus herauskommt. Nicht durch Glauben, sondern durch Verständnis.

Die wahre Lehre war nie „folge mir”.
Sie lautete immer: Entdecke, was ich entdeckt habe.

Ein Buddha-Geist ist nicht mystisch oder unerreichbar. Er ist praktisch. Er zeigt sich still, Moment für Moment:

Ruhe, wenn das Chaos dich auseinanderzureißen versucht

Mitgefühl, wenn die Wut dich hart machen will

Weisheit, wenn Verwirrung deinen Blick trübt

Losgelöstheit, wenn das Ego Kontrolle fordert

Befreiung von Leiden, das nicht mehr existieren muss

Dieser Weg wird nicht allein durch Verehrung beschritten. Respekt mag die Tür öffnen, aber Bewusstsein führt dich hindurch.

Du kommst dem Erwachen näher, wenn du:

Deine Gedanken beobachtest, anstatt sie zu werden

Emotionen fühlst, ohne dich von ihnen beherrschen zu lassen

Schaden reduzierst – dir selbst und anderen gegenüber

Mitgefühl wählst, auch wenn es dich deinen Stolz kostet

Bewusst lebst, anstatt automatisch

Die Statue ist nicht das Ziel.
Sie ist ein Spiegel.
Die Lehren sind keine Gebote.
Sie sind eine Landkarte.

Die eigentliche Arbeit findet in den unsichtbaren Momenten des täglichen Lebens statt.

Wenn du dich für Geduld statt für Reaktion entscheidest, regt sich etwas Uraltes in dir.
Wenn du Freundlichkeit anstatt Ego wählst, lockert der Verstand seinen Griff.
Wenn du Bewusstsein statt Impulsivität wählst, lichtet sich der Nebel – ein wenig.

Du sollst nicht jemand anderes werden.
Du sollst das entfernen, was du nicht bist.

Angst bist nicht du.
Hass bist nicht du.
Ego bist nicht du.
Blinde Anhaftung bist nicht du.

Entferne all das, und was übrig bleibt, ist keine Leere – es ist Klarheit.

Frieden ist bereits da.
Weisheit ist bereits da.
Stille ist bereits da.

Der Buddha ist nicht weit entfernt in der Zeit.
Der Buddha ist eine Möglichkeit in jedem menschlichen Geist.

Geh den Weg – nicht perfekt, aber ehrlich.
Trainiere den Geist – nicht hart, sondern geduldig.
Lebe mit Achtsamkeit – nicht laut, sondern beständig.

Und dann, fast ohne dass du es merkst, verändert sich etwas.

Du leidest weniger.
Du siehst klarer.
Du agierst, anstatt zu reagieren.
Du erwachtest – nicht auf einmal, sondern wirklich.

Letzte Worte der Weisheit:
Jage der Erleuchtung nicht als etwas außerhalb von dir selbst nach.
Sitze mit deinem Geist. Beobachte ihn. Schließe Freundschaft mit ihm.
Freiheit wächst still in denen, die aufhören, gegen sich selbst zu kämpfen, und anfangen zu verstehen.

Der Weg ist in dir.
Das war er schon immer.

Quelle: Ancient Order Of The Hermetics

[übersetzt von max: Herzlichen Dank James💖Wir freuen uns über eure Unterstützung, Von Herzen Danken wir Euch💖]

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